Presse zu unserem Konzert am 24.5.2025
KREUZAU Was zeichnet sie nur aus, diese besondere Zutat,
die den Gospelchor Crescendo so einzigartig macht?
Es ist die Leichtigkeit, mit der die 17 Sängerinnen und Sänger ihr Repertoire singen. Virtuos und ausdrucksstark bis in die letzte Achtelnote interpretieren sie ihre Gospels und Popsongs ohne Pathos und Prätention.
Voll und ganz ausgefüllt.
Das bewiesen die Musiker einmal mehr bei ihrem Konzert am Samstagabend in der vollbesetzten Kreuzauer Festhalle. Gleich mit dem ersten Lied - „Come, now is the time to worship" von Brian Doerks - füllten sie den riesigen Raum akustisch voll und ganz mit ihrem Gesang aus. Unterstützt wurden sie dabei von einer durchdachten Lichtdramaturgie, die ganz dem Crescendo-Motiv folgte. Sprich: „Von leise zu laut" wurde optisch passend zu „von dunkel zu hell" übersetzt.
Da blieb bei den Zuhörern kein Platz fürs zwischendurch mal aufs Handy gucken oder ahnliche Ablenkungen. Alle hingen gebannt an den Lippen der Sänger, die mitreißende Gospels wie „Shout to the lord", "Jerusalem" oder - natürlich in diesem Fall nur mit den Sopranistinnen und Altistinnen besetzt- ein beeindruckendes Medley aus den Liedern des Films „SisterAct" präsentierten.
Für Gänsehautmomente sorgten auch Popsongs wie „Don't let the sun go down on me" von Elton John oder das Antikriegs-Lied „You're the voice" von John Farnham. Besonders wichtig war den Chormitgliedern die Entstehungsgeschichte des Liedes „Stand up". Es sei eine Huldigung der Lebensgeschichte Harriet Tubmans, wurde durch die Moderation klar. Tubmann half, nachdem sie selbst der Sklaverei entflohen war, geflüchteten Sklaven, aus den Südstaaten der USA in die Freiheit zu gelangen. Eigentlich, so erfuhren die Gäste, hätte Tubman in nächster Zeit die Ehre zuteilwerden sollen, auf dem 20-Dollar-Schein abgedruckt zu werden. Donald Trump habe das aber unterbunden und „in weite Ferne gerückt".
Der Crescendo-Chor, der im letzten Jahr seinen 50. Geburtstag feierte, besteht aus ausnahmslos hervorragenden Sängerinnen und Sängern, die ihr Können und ihre Freude an der Musik auch in diversen Solo-Parts unter Beweis stellten. Stimmliche Stärke, Harmonie, pointierte Artikulation und eine ausgezeichnete Aussprache der ausschließlich englischen Texte zeichnen den Chor Crescendo aus. Aber die positive Energie, die von den strahlenden Gesichtern und den swingenden Körpern der Sängerinnen und Sängern und in besonderem Maße auch von deren Chorleiterin ausgeht - das hat Seltenheitswert, selbst in der Welt der ProfiChore.
Diese positive Wohlfühl-Energie des Ausnahmechores übertrug sich auch auf die Besucher, die ebenfalls um die Wette strahlten nach dem Konzertgenuss.
Neue CD
Am 1. Mai ist sie erschienen, die neue CD des Gospelchores Crescendo. Zehn Titel haben die Musiker aufgenommen, eine Mischung aus Gospel und Pop. Dieter und Claudia Maintz haben die Songs abgemischt. Das Ergebnis ist bestellbar auf der Homepage des Chores: cre-
scendo-gospelchor.de. Selbstabholer zahlen 10 Euro für die CD, die gegen Zahlung einer Versandgebühr auch verschickt wird.
Das Covermotiv stammt von der Dürener Künstlerin Ursula Schregel.